Sehschärfe

Sehschärfe bezeichnet allgemein das Ausmaß der Fähigkeit einer Person, mit seinem Sehorgan an einem Objekt Einzelheiten wahrzunehmen. Um sie messen zu können, wird sie in der Physiologie als der mathematische Kehrwert des Auflösungsvermögens des Sehorgans in Bogenminuten definiert. In der medizinischen Terminologie wird der so gewonnene Wert als Visus bezeichnet. z.B. Zwei in einer Entfernung von 1 Bogenminute nebeneinander befindliche Lichtpunkte können bei Visus 1 noch getrennt wahrgenommen werden.

Die Schärfe der Bildempfindung nimmt vom Sehzentrum, der Fovea centralis gegen die Peripherie der Netzhaut ab. 20° von der fovea centralis beträgt die Sehschärfe nur mehr ca. 10% der Maximalleistung.

Außerdem nimmt die Sehschärfe in Abhängigkeit von der Gesichtsfeldleuchtdichte in der Weise ab, dass im Bereich der Leuchtdichten, die im nächtlichen Straßenverkehr eine Rolle spielen, die Sehschärfe nur noch rund 5% des am hellen Tag erreichten Wertes beträgt.

Darüber hinaus besteht noch eine altersabhängige Reduktion der Sehleistung, die aber durch erhöhtes Lichtangebot kompensiert werden kann.

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